Ohne Verpackung geht es nicht, denn ohne Behältnisse, egal wie diese aussehen, lassen sich Lebensmittel nicht transportieren. Auch in „Unverpackt-Läden“ werden die Produkte verpackt geliefert und jeder füllt sich das Produkt in eigene Behälter ab. Jedoch werden in diesen Läden die Verpackungen sparsamer und meist mehrfach verwendet. Das ist auch gut so, denn heutzutage stehen für viele Konsumenten der ökologische Fußabdruck, das Einsparen von Kunststoff und das Vermeiden von unnötigen Mehrfachverpackungen bei Kaufentscheidungen im Vordergrund. Die Basisbedeutung von Verpackung tritt da in den Hintergrund. Aber optimal verpackt, ist das Produkt länger haltbar, gut und geschützt transportierbar und vor allem hygienisch gelagert, denn die Verpackung schützt vor dem Eindringen von krankmachenden Keimen.

Ins eigene Doserl bitte!

Bei einigen Direktvermarktern, auf Wochenmärkten und auch in einigen Supermärkten, kann das eigene Gefäß für Wurst, Käse oder Fleisch mitgebracht werden. Das spart Verpackung. Das Problem ist: Auch wenn das Gefäß sauber aussieht, dass krankmachende Keime davon auf Waagen, Bretter oder Flächen übertragen werden können. Im Supermarkt kann das Gefäß auf ein Tablett gestellt werden. Es wird, ohne vom Verkäufer berührt zu werden, befüllt und der Käufer verschließt den Behälter selbst und nimmt es mit. Danach ist er für die optimale Lagerung zuständig. Auf dem Markt geht es meist locker zu. Die Lebensmittel, egal ob Brot, Gemüse oder Obst, werden in den Einkaufskorb oder in die Stofftasche gepackt. So finden sich darin unverpackte Karotten mit Grün, locker verpacktes Brot und auch in Feinkostpapier eingewickeltes Fleisch. An Verpackung wird so gespart und die Umwelt dankt es, aber die Hygiene leidet. Fleischsaft kann austreten und aufs Brot gelangen, Erde oder Darmbakterien vom Gemüse auf Käse oder Brot übertragen werden.

An die Eigenverantwortung denken!

Gerade mehrfach verwendbare Stofftaschen liegen im Trend. Sie sind eine umweltschonende Alternative zum Papier- oder Kunststoffsackerl, wenn es oft verwendet wird. Doch gerade weil sie oft verwendet wird, ist die beliebte Stofftasche ein Nährboden für die unterschiedlichsten Keime, darunter auch krankmachende Enterokokken oder Eschericchia coli. Auch Staphylokokken fühlen sich darin wohl. Besonders wenn die Stofftaschen im Auto transportiert werden, sind sie besonders kontaminiert. Laut einer amerikanischen Studie geben viele Konsumenten an, ihre Stofftaschen nur selten zu waschen. Bei uns wird es nicht anders sein. Die Stofftasche wird bestenfalls, wenn ein Gefäß zerbricht, gewaschen, ansonsten wird sie wochenlang für den Einkauf verwendet und in ihr wird alles Mögliche transportiert. Nicht nur Lebensmittel! Aber es besteht kein Grund, nun auf die Stofftasche zu verzichten, sie sollte nur regelmäßig mit 60 Grad Celsius gewaschen werden. Einfache Hygieneregeln reichen dann aus, um Lebensmittel sicher nach Hause zu transportieren.

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