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Heimische Rarität – die Steirische Käferbohne

Ohne diese Lebensmittel geht es in der Steiermark nicht. Es ist die Rede von der Käferbohne und dem Kürbiskernöl, die zusammen im Käferbohnensalat so gut schmecken und über die Landesgrenzen hinaus beliebt sind. Bereits seit dem 19. Jahrhundert wird in der Südoststeiermark die geschätzte Bohne angebaut, da die Region über das perfekte Klima verfügt. Sie liebt es sonnig und bevorzugt nicht zu schwere Böden.

Zusammen mit Mais und Sonnenblume

die Steirische KäferbohneDie Feuerbohne (Phaseolus coccineus L.) wird auch als Prunkbohne bezeichnet, in der Steiermark ist sie als Käferbohne bekannt. Wie alle Bohnensorten gehört sie zur Familie der Schmetterlingsblütler und die Stangenbohne wird wegen der großen und überwiegend braun, beige, violett oder schwarz gescheckten Bohnen angebaut. Die bis zu 2,5 cm großen Bohnen schmecken leicht nussig und süßlich, sie sind gekocht feincremig. Die Pflanze bildet bis zu fünf Meter lange Ranken aus, die unbedingt eine Rankhilfe benötigen. Im Garten verwendet man dazu lange Stangen oder Gerüste mit Schnüren. Im Erwerbsanbau wird auch eine Mischkultur angewandt und die Bohnen zusammen mit Sonnenblumen und Mais angebaut. Die Begleitpflanzen dienen der Bohne als Ranke und gleichzeitig düngen die Bohnen den Starkzehrer Mais. Die Pflanzen werden gemeinsam gedroschen. Natürlich kann man das auch im eigenen Garten versuchen, jedoch benötigt man dazu etwas mehr Platz. Die Bohnen werden nach den Eisheiligen angebaut und etwa 3 cm tief direkt in die Erde gelegt. Man kann die Bohnen aber auch in Töpfen vorziehen und danach aussetzen. Die Pflanze blüht ab Juni bis in den Herbst hinein mit schönen roten Blüten. Die Schoten der Feuerbohne werden jedoch nur ganz jung als Fisole geerntet, danach neigen sie dazu, schnell zu verholzen. Die Prunkbohne ist somit eine Sorte, die wegen der Bohnen und nicht wegen der Schoten kultiviert wird.

In der Küche

Käferbohnen haben eine längere Kochzeit, daher empfiehlt es sich, gleich eine größere Menge zu kochen. Die Bohnen lassen sich gekocht gut einfrieren. Sie eignen sich nicht nur für Salate, sondern auch für Eintöpfe oder Laibchen . Auch Süßspeisen lassen sich daraus bereiten, da sie mehlig verkochen und leicht süßlich schmecken. Das Püree kann als Maroniersatz verwendet werden.

Info

Käferbohnen richtig kochen

  • Die getrockneten Bohnen in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen.
  • Die Bohnen in einer Schüssel über Nacht einweichen, dazu ungefähr die dreifache Menge Wasser im Verhältnis zu den Bohnen verwenden.
  • Die gequollenen Bohnen im Einweichwasser etwa 1,5 Stunden weich kochen. Dazu die Bohnen aufkochen lassen und danach nur leicht köcheln lassen.
  • Zum Weichkochen eignen sich Lorbeerblätter, Thymian oder Bohnenkraut als Gewürze. Gesalzen wird erst zum Schluss.
  • Die weichen Bohnen am besten im Kochwasser abkühlen lassen, das soll verhindern, dass die Bohnenhaut platzt.

 

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