Sie sind hier
Home > Hof&Gast > Trends&Verpackung > Neues Jahr, neue Trends

Neues Jahr, neue Trends

Zu Beginn eines jeden Jahres tauchen die verschiedensten Prognosen auf: Politik, Wirtschaft, Wetter und ja, auch zum Essverhalten gibt es Studien, die voraussagen wollen, welche Trends und Bewegungen die nächsten 365 – oder wie in diesem Jahr 366 Tage – angesagt sein werden. Essen ist ein Grundbedürfnis. Doch es geht längst nicht mehr nur darum, wie der Hunger gestillt werden kann. Vielleicht ist dies ein Luxus-Problem, doch mit der steigenden Aufmerksamkeit, die wir der Nahrungsaufnahme zukommen lassen, entstehen neue Lebensmittel und teilweise außergewöhnliche Kreationen. Wir stehen in einem permanenten Wandel, ob wir wollen oder nicht. Eine Veränderung kann für ein Unternehmen Risiko bedeuten, doch Wandel bringt auch viele Chancen und Möglichkeiten für neue Innovationen. Man kann natürlich nicht in die Zukunft reisen, um zu wissen wie sie wird, weshalb ein gewisses Vertrauen in Expertenmeinungen und in das eigene Bauchgefühl bei Trends wesentlich sind. Ob und welche Trends für einen Betrieb relevant sind muss jeder selbst für sich entscheiden. Wir verschaffen Ihnen gerne einen Überblick darüber, welche Lebensmittel-Trends in diesem Jahr gefragt sind.

Mehl aus Nüssen, Gemüse und Früchten

Kokos- , Kürbiskern-, Leinsamen- oder Mandelmehl sind keine Neuheiten mehr. In Sachen innovativer Mehlsorten kommt in Zukunft jedoch noch einiges mehr ins Programm. Mehl aus Bananen oder Karfiol etwa. Bananenmehl wird aus getrockneten unreifen Kochbananen hergestellt und ist reich an wichtigen Nährstoffen, vor allem Kalium. Es hat ca. ein Viertel weniger Kalorien als reguläre Getreidemehle, erinnert jedoch an den Geschmack von Weizenmehl. Auch Blumenkohlmehl soll als kohlenhydratarme Variante zukünftig eingesetzt werden.

Pflanzlich soll’s sein

Immer mehr Menschen verzichten auf tierische Produkte, wodurch die Nachfrage nach Ersatzprodukten steigt. Pflanzliche Aufstriche sind dabei aufgrund ihrer Vielseitigkeit besonders gefragt. Ein Blick in die Regale der Supermärkte zeigt, dass viele Produkte einen weiten Weg hinter sich haben und das obwohl das Gute wieder mal so nahe liegt. Auf den hiesigen Feldern wachsen zahlreiche Gemüse- und Obstsorten, die nur darauf warten verarbeitet zu werden – zu Brotaufstrichen, Dips, Cremen etc. Hafer erlebt gerade ein Revival. Während sich Haferschleim nicht wirklich appetitlich anhört, ist das bei Porridge schon ganz was anderes. Der Unterschied? Es gibt keinen – bis auf den Namen. Das englische Wort klingt einfach besser und mit ein paar Früchten, Honig und weiteren Zutaten aufgepeppt hat sich der Energiekick als beliebte (Frühstücks-)Speise auch bei uns einen Namen gemacht. Porridge als Trockenware lässt sich auch sehr gut in schöne Gläser füllen – als Produkt für den Hofladen. Auch als Getränk, in Form von Haferdrinks, wird das Getreide immer beliebter. Derzeit sind es vor allem Cafés, die auf Haferdrinks als Alternative zu Kuhmilch setzen.

Der Snack

Was früher als schnelle Lösung bei Heißhungerattacken galt, wandelt sich langsam zur „kleinen Mahlzeit“, die nicht nur schmecken, sondern auch gesund sein soll. Als flexible Mini-Mahlzeit ersetzen Snacks nach und nach traditionelle Mahlzeiten wie Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Das Essverhalten passt sich zunehmend an den Rhythmus des Alltagslebens an: flexibler, schneller und mobiler. Als Snacks sind hier also nicht Chips oder Schokoriegel gedacht, sondern es kann im Prinzip jede Speise zum Snack werden – als kleine Mahlzeit zwischendurch. Tapas, Bento-Boxen, Poke Bowls oder Ramen sind nur ein paar Beispiele. Aber auch Gemüsesticks, kleine Salate, belegte Brötchen und andere frisch zubereitete Snacks werden immer beliebter. Kleine Snacks für den Hofladen oder Ab-Hof-Automaten können hier eine Möglichkeit für Direktvermarkter sein.

Alternativen zu Plastik

Gerade in der Lebensmittelbranche ist Plastik ein großes Thema. Wir haben Ihnen in „Hof&Markt“ schon des Öfteren Alternativen zu Plastik vorgestellt und werden Sie auch in Zukunft über Neuheiten in diesem Gebiet informieren. Dass es ohne Plastik geht, ist mittlerweile sowohl Produzenten als auch Konsumenten bewusst. Rund um den Globus wird an Alternativen geforscht und einige vielversprechende Lösungen existieren bereits. Ab 2021 sind Trinkhalme aus Plastik EU-weit verboten und schon jetzt setzen viele Unternehmen auf umweltfreundlichere Produkte aus Edelstahl, Glas (vor allem in der Gastronomie) oder aus nachwachsenden Rohstoffen wie etwa die Trinkhalme von Wisefood, die aus Getreide, Apfelfasern und Stevia bestehen. Bio-Trinkhalme (z.B. bei Mayer & Geyer erhältlich) sind ebenfalls vollständig biologisch abbaubar und sind für Getränke bis zu einer Temperatur von 30°C geeignet. Kompostierbare Beutel- und Folienlösungen, Bienenwachstücher wie die von Jausnwrap und plastikfreies Geschirr sollen wachsende Abfallberge ebenso vermeiden. Unverpacktes Einkaufen ist ebenfalls ganz im Sinne der Umwelt. In Hofläden haben Sie die Möglichkeit unnötige Verpackungen zu vermeiden, indem Sie Äpfel, Mehl, Nüsse und viele weitere Produkte „offen“ in Kisten und Behälter anbieten. Viele Kunden bringen bereits ihre eigenen Taschen und Gefäße mit – ein sinnvoller Trend, der 2020 prägen wird.

Ähnliche Artikel
Top