Sonntag - 14.04.2024
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ObstKulinarium


Frischobst und Edelbrände im Direktvertrieb.


Die Edelbrände der Familie Pohler sind ausgezeichnet. Und das ist nicht nur so dahingesagt, sondern das bestätigen auch die neuesten Auszeichnungen (u.a. „Das goldene Stamperl“ und „Die goldene Birne“), die im Rahmen der Ab Hof Messe 2022 an die Niederösterreicher verliehen wurden. Zudem ging der Titel „Produzent des Jahres“ bereits zum 8. Mal an die Familie Pohler. Ein toller Erfolg, der einmal mehr zeigt, dass es sich lohnt auf Qualität zu setzen und ausschließlich bestes und erntefrisches Obst zu verarbeiten. Doch damit die Edelbrände am Ende so schmecken wie sie schmecken und sich mit Medaillen schmücken können, benötigt es neben Frischobst und der Leidenschaft fürs Brennen ebenso einen Sinn für Qualität und Wissen über das Herstellen von hochwertigen Edelbränden.

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Sortenvielfalt

Als Wilhelm Pohler 1988 die Landwirtschaft in Raasdorf (Niederösterreich) von seinen Eltern übernahm, war der Obstanbau noch zweitrangig. Auf den Feldern wuchsen Gemüse, Rüben und Getreide, 2006 wurde der Gemüsebau dann reduziert und der Obstbau rückte in den Mittelpunkt. Außerdem eröffnete der Niederösterreicher zusammen mit seiner Frau Margarete ein Jahr später den Hofladen und startete somit mit der Direktvermarktung. Als die beiden mit den ersten Auspflanzungen begonnen, wurden auf ca. 8,5 Hektar Obstbäume und Beeren angepflanzt, mittlerweile bewirtschaftet die Familie ca. 33 Hektar – davon 13 Hektar Obstbau. Marillen, Pfirsiche und Kirschen sind die Hauptdarsteller, daneben sind Beeren und viele weitere Stein- und Kernobstsorten auf den Feldern zu finden. Die Sortenvielfalt hat ihren Grund: Nachdem die verschiedenen Sorten zu unterschiedlichen Zeiten reif werden, dehnt sich das Erntefenster aus und es muss nicht alles auf einmal von den Feldern. So können die Landwirte nach und nach ihre Ernte einfahren. Außerdem können so mögliche Ernteausfälle durch Hagel, Trockenheit oder Frost ausgeglichen werden. Sämtliche Flächen sind mit Tröpfchenbewässerung ausgestattet, das Wasser dafür kommt (noch) aus eigenen Brunnen. Ist der optimale Erntezeitpunkt für das Obst gekommen, wird per Hand geerntet. Das Frischobst wird dann direkt im Hofladen angeboten, lange Transportwege haben Äpfel & Co. somit nicht hinter sich. „Unsere eigene Ernte beginnt mit den Kirschen. Kurz darauf folgen die ersten Himbeeren und Weichseln bis wir im Juni mit der Marillen- und Ribiselernte beginnen können. Im Hochsommer geht es mit Pfirsich, Nektarinen und Brombeeren weiter. Mit unseren Herbsthimbeeren können wir die Kunden bis Anfang Oktober erfreuen“, so die Niederösterreicher über das Obst-Angebot. Obstsorten, die nicht auf den eigenen Feldern angebaut werden, kaufen die Pohlers von heimischen Bauern zu. Von Ende Mai bis Mitte Oktober gibt es so laufend frisches Obst je nach Saison. Aus den verschiedensten Früchten stellt die Familie hauseigenen Marmeladen sowie Chutneys, reinsortige und gemischte Fruchtsäfte sowie eine Vielzahl an Vollfruchtessigen z.B. aus Himbeeren, Marille, Zwetschken oder auch einen Ribiselessig mit Waldblütenhonig her. Wer etwas Besonderes sucht, der wird im ObstKulinarium sicherlich fündig. Auch wer es lieber klassisch mag, der hat die Qual der Wahl. Und dann sind da noch die Edelbrände, für die die Pohlers so bekannt sind.

Die Edelbrände von Wilhelm Pohler wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. Im Hofladen werden die verschiedensten Spezialitäten angeboten.
Die Edelbrände von Wilhelm Pohler wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. Im Hofladen werden die verschiedensten Spezialitäten angeboten.

Ausgezeichnete Edelbrände

Parallel zur Obsternte erfolgt die Brennerei. Im Prinzip eignet sich jedes Obst zum Brennen, kleinwüchsige Sorten, ohne viel Wasser, ergeben jedoch die aromatischeren Brände. „90 Prozent der Qualität rühren vom Erntezeitpunkt, der Obstqualität, dem Zuckergehalt und dem Maischeprozess her“, weiss Wilhelm Pohler. Die Technik macht dann laut Pohler nur noch einen kleineren Teil aus. Das Frischobst wird direkt vor Ort gekühlt eingelagert (jedoch möglichst rasch verarbeitet) und eingemaischt. Dabei wird ausschließlich vollreifes, genussreifes, gesundes und sauberes Obst verarbeitet. „Immer in saubere Gärbehälter mit Deckel und Gärspund einlagern“, verrät der passionierte Brenner. Um Fehlgärungen zu vermeiden, verwendet der Niederösterreicher Reinzuchthefen, außerdem ist die Ansäuerung auf pH-Werte zwischen 2,8 bis 3,0 wichtig. Gebrannt wird mit einer Gegenstromanlage. „Das heißt ich brauche nur einmal aromaschonend brennen, da ich über die drei Destillierböden und durch den Deflegmator langsam destilliere“, erklärt Wilhelm Pohler. So bleibt das ganze Aroma im Edelbrand. Nur der Mittellauf, das Herzstück, kommt später in die Flaschen. Dafür muss er auf die richtige Trinkstärke eingestellt werden, außerdem wird das Destillat gefiltert. Wilhelm Pohler hat sich das Brennen im Selbststudium beigebracht und absolvierte einige Kurse rund um‘s Thema Edelbrände und Obstverarbeitung.

Hofladen und Workshops

Am Hof der Familie Pohler ist immer was los. Im Hofladen werden die verschiedensten Spezialitäten angeboten, vom Frischobst bis hin zu veredelten Produkten, und auch die Schaubrennerei kann dort bewundert werden. Auf Voranmeldung erhalten Interessenten bei einer Betriebs-Besichtigung Einblicke in die Welt des Obstbaus und der Direktvermarktung. Dabei können Obstgarten, Verarbeitungs-, Lager- und Maischeraum ebenso besichtig werden wie der Brennereiraum. Auch Verkostungen finden am Hof statt und bei einem Brennerei-Workshop gibt es die Möglichkeit bei einem kompletten Brennvorgang live dabei zu sein. Vielfalt und Aroma prägen die Produkte der Pohlers – ein Durchprobieren lohnt sich auf jeden Fall.

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Info

ObstKulinarium Familie Pohler

  • Altes Dorf 12
  • A-2281 Raasdorf
  • Tel.: +43 2249 89422
  • genuss@obstkulinarium.at
  • www.obstkulinarium.at

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