Sonntag - 26.05.2024
Werbung

Heimische Fischvielfalt


Regionaler Fisch-Genuss „ab Hof“.


Fisch ist weltweit beliebt und auch hierzulande wird er in den unterschiedlichsten Varianten gerne verzehrt. Kein Wunder, denn Fisch liefert neben leicht verdaulichem, hochwertigem Eiweiß auch wichtige Spurenelemente wie z.B. Jod. Außerdem ist er reich an Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren und trägt so zur ausgewogenen Ernährung bei. Und das Wichtigste: Fisch schmeckt köstlich – vorausgesetzt der Fisch ist frisch bzw. wurde entsprechend veredelt und/oder zubereitet. Die weltweit starke Nachfrage nach Fisch ist also auf der einen Seite löblich, denn die Menschen möchten auf gesunde Lebensmittel zurückgreifen, auf der anderen Seite sind durch den Fisch-Boom zahlreiche Fischbestände überfischt und auch bestimmte Fang- sowie Zuchtmethoden schaden der Umwelt. Beim Fischkauf lohnt sich definitiv ein Blick „hinter die Kulissen“. Denn genauso wie bei Geflügel, Rind und Co. spielen die Herkunft und das Tierwohl eine große Rolle. Welche Fischarten „nicht empfehlenswert“ sind oder „uneingeschränkt empfohlen“ werden, hängt stark von den Zucht- und Fangmethoden ab bzw. ob der Fisch aus Aquakulturen oder nachhaltiger Wildfischerei kommt. Am besten man wendet sich an den Profi, denn der Fischhändler des Vertrauens kann über Herkunft etc. genau Auskunft geben. Oder der Fisch wird gleich direkt „ab Hof “ gekauft, denn auch in Österreich werden köstliche Fische gezüchtet.

Werbung

Die Fische für den Forellenhof Joglland kommen aus der eigenen Fischaufzucht. Fotos: Katrin Schedler

Naturnahe Teichwirtschaften

In Österreichs Gewässern gibt es rund 80 Fischarten, wovon knapp die Hälfte als gefährdet eingestuft wird. Grund dafür sind unter anderem von uns Menschen herbeigeführte Umwelt-Veränderungen wie z.B. Gewässerregulierungen, Verbauungen und Umweltverschmutzung. Auch Veränderungen des Klimas wirken sich auf die Fischbestände aus. Zu heiße Temperaturen über eine länger Zeit hinweg lässt auch die Wassertemperatur ansteigen. Für die Fische bedeutet das nichts Gutes, denn je wärmer das Wasser ist, desto weniger Sauerstoff enthält es. Einige Süßwasserfische stehen sogar auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Hier kommen die Begriffe Nachhaltigkeit und maximal möglicher Naturschutz ins Spiel. Denn die heimischen Gewässer leer zu fischen ist keine Option, vielmehr macht es Sinn, naturnahe (Bio) Teichwirtschaften und nachhaltige Aquakulturen auszubauen. Derzeit werden in Österreich jährlich rund 3.300 Tonnen Fisch produziert, davon sind etwa 2.400 Tonnen Speisefische und der Rest sind Besatzfische. Der Fokus liegt dabei auf der Karpfen- (ca. 800 Tonnen) und Forellenproduktion (ca. 2.000 Tonnen), daneben sind jedoch auch Saibling, Wels, Zander, Reinanken, Aal, Stör, Huchen, Hechte oder Äsche heimisch. Rund 7,5 Kilo Fisch werden pro Jahr von Herr und Frau Österreicher genossen, doch nur rund 5 Prozent der in Österreich konsumierten Fische stammen aus heimischer Produktion – da ist definitiv noch Luft nach oben.

Forellenhof Joglland

Am Fuße der Fischbacher Alpen befindet sich mit dem Forellenhof Joglland der Familie Tösch ein Paradies für Fischliebhaber. Ob gekocht, gebraten, geräuchert oder in Essigspezialitäten eingelegt – im Gasthaus mit der größten Forellenspeisekarte Österreichs findet jeder Gaumen etwas. Das Besondere: Von der Zucht bis zur Zubereitung der Fische bleibt alles in einer Hand. Unzählige See- und Bachforellen sowie Bachsaiblinge oder Huchen schwimmen in den 15 familieneignen Teichen mit glasklarem Bergquellwasser und wachsen innerhalb von drei Jahren zu echten Delikatessen heran. Gefüttert werden die Fische mit natürlichem Futter – auf Antibiotika wird strikt verzichtet. Betonierte Zuchtbecken sind keine zu finden, dafür natürlich angelegte Staustufen, die an die Landschaft angepasst wurden. Dank der langen Zuchtzeit und den idealen Bedingungen sowie dem Engagement der Züchter ist der Fisch von höchster Qualität und besticht vor allem durch seinen hervorragenden Geschmack. Erhältlich ist der Fisch (und die Fischspezialitäten) „ab Hof “ in Rettenegg, über den Onlineshop und bei Gelegenheitsmärkten. (www.jobi-fischgenuss.at)

Steirische Bio-Fische

Mit dem idyllische Frein (Naturpark Oberes Mürztal) fanden Fritz Pink und sein Geschäftspartner den idealen Ort, um dort ihre Biofische artgerecht in ihrem natürlichen Lebensraum aufwachsen zu lassen. Die Teiche liegen auf fast 900 m Seehöhe – hier erreicht das Wasser im Winter eine Temperatur um den Gefrierpunkt und im Sommer nicht über 12 Grad Celsius. Saiblinge, Bergund Lachsforellen finden in den Teichen viel Platz und somit auch viel Raum für Bewegung und können im kristallklaren Bergwasser langsam heranwachsen. Das und die Tatsache, dass die Fische mit reinstem Biofutter aufgezogen werden bringt am Ende einen wohlschmeckenden, gesunden Fisch hervor. Seit dem Jahr 2015 gibt es den „Freiner Biofisch“ und die Teiche sind heute sogar sowas wie eine Attraktion im Dorf. Zum Betrieb gehören 9 Zuchtteiche mit je 90 m2, ein Teich mit ca. 2.000 m2 sowie ein großer Angelteich mit ca. 12.000 m2 – und dabei wird einheitlich auf Bio gesetzt. Die fangfrischen Bio-Fische (Bergsaibling, Bergforelle und Lachsforelle) sowie ausgewählte Räucherfische sind dann im „Freiner Fischerhaus“ und auch über ausgewählte Geschäfte erhältlich. (www.freinerfisch.at)

Waldviertler Karpfen

Dank dem hervorragenden kulinarischen Ruf, der dem österreichischen Karpfen voraus eilt, ist die Karpfenzucht bis heute erhalten geblieben. Die besondere Qualität basiert auf einer im Einklang mit der Natur betriebenen Fischzucht, verbunden mit einer artgerechten Haltung. Die naturnahe Teichwirtschaft ist es auch, die den Betrieb der Familie Kainz in Waidhofen an der Thaya besonders macht. Viele der Teichbecken wurden einst selber angelegt und werden bis heute mit größter Sorgfalt bewirtschaftet. Ganz bewusst soll so nicht nur die beste Fischqualität garantiert werden, sondern auch der Fortbestand der Teiche als typisches Landschaftselement des Waldviertels. Der Süßwasserfisch wächst in Teichen heran und ernährt sich dort von Plankton und heimischem Getreide. Durch die niedrige Anzahl der Karpfen in den Teichen kann diese Zufütterung jedoch sehr gering gehalten werden. Klimabedingt und aufgrund des Verzichts auf Fertigfutter wachsen die Karpfen der Familie Kainz sehr langsam – vier arbeitsreiche Jahre dauert es, bis die Karpfen zu einer Delikatessen mit einem Gewicht von bis zu 4 Kilogramm herangewachsen sind. Die Fische gibt es „ab Hof “, in der Gastronomie und ausgewählten Geschäften. (www.waldviertelfisch.at)

Werbung

Print

Werbung

Netzwerk

Im Trend

Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Aktuell

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.