Kochen ohne Zwiebeln ist beinahe undenkbar. Die unterschätzte Knolle würzt vom Gulasch bis zum Gemüse mit ihrer Schärfe viele herzhafte Gerichte. Besonders in der Erkältungszeit sollte die Zwiebel vermehrt gegessen werden, denn ihre Scharfstoffe können helfen, eine Erkrankung vorzubeugen oder sie zu lindern.

Hauptsache scharf

Egal ob rot, weiß oder gelb, alle Zwiebelsorten haben eines gemeinsam: die Schärfe. Zwar gibt es mildere Sorten, wie die weiße Zwiebel, aber es hängt vor allem vom Boden ab, wie scharf die Zwiebel schmeckt. Kommt die weiße Zwiebel aus Italiens Süden, so ist sie eher mild und eignet sich hervorragend für Salate oder Aufstriche, kommt sie jedoch aus Österreich, so ist die Knolle fast genau so scharf wie die gelben Verwandten. So schmecken Zwiebeln aus Österreich, egal welche Sorte, schön scharf und das kommt unserer Gesundheit zugute. Die Scharfstoffe, die sogenannten Senfölglycoside, helfen, Erkältungen vorzubeugen und unsere Gefäße gesund zu erhalten. Viele Hausmittel, wie beispielsweise Zwiebelsaft mit Zucker, nutzen die antibiotische Wirkung der Inhaltsstoffe. Wer also seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, sollte vermehrt Zwiebeln essen und am besten auch öfters roh. Dazu die Zwiebel erst kurz vor dem Essen schneiden und immer frische Zwiebeln verwenden. Bereits geschnittene Zwiebelwürfel aus dem Supermarkt sind keine Alternative für die Gesundheit.

Tränende Augen

Wer Zwiebeln gerne verkocht, weiß auch um die Nebenwirkungen bei der Zubereitung. Wer eine Zwiebel schneidet, dem tränen schnell und manchmal auch sehr heftig die Augen. Schuld daran ist unter anderem eine schwefelhaltige Aminosäure. Werden durch das Schneiden die Zellen der Zwiebel zerstört, so kommen zwei Stoffe zusammen, die miteinander reagieren. Das entstehende schwefelhaltige Gas reizt die Augen. Aber man kann versuchen, das Ganze zu mildern. Daher immer beim Zwiebelschneiden ein sehr gut schneidendes Messer verwenden. So werden weniger Zellen zerquetscht. Scheidebrett und Messer vor dem Schneiden gut mit Wasser benetzen und während des Schneidens durch den Mund atmen. Das alles kann helfen, tränende Augen zu vermeiden.

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