Der 19-jährige Florian Fröschl erhielt den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung.
Der 19-jährige Florian Fröschl erhielt den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung.

Nur die prüfungsbesten 20 Prozent jedes Jungmeister- Jahrgangs mit einer Durchschnittsnote besser als 2,5 erhalten den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung. Im Metzgerfach holten sich 2020 stolze 16 Absolventen der 1. Bayerischen Fleischerschule Landshut diese hohe Auszeichnung. Unter den Fachkräften waren nicht nur drei junge Damen, sondern mit Florian Fröschl sogar ein Fleischhauer aus Österreich. Denn diesen Preis kann jeder erhalten, der im weiß-blauen Freistaat die Meisterprüfung ablegt.

Die von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) handsignierten Ehrenurkunden attestieren allen Ausgezeichneten „herausragende Leistungen in der Meisterprüfung“. Der 19-jährige Florian Fröschl machte sich aus Rappottenstein (Niederösterreich) auf den Weg zur Fortbildung an die Isar. Er war nach der Schulzeit in der Fleischerei Graf (Langenlois) in Niederösterreich in die Lehre gegangen und hatte beim Landes-Leistungswettbewerb den dritten und im Bundeswettbewerb den fünften Platz belegt. Nach der Zeit beim Bundesheer arbeitete er drei Monate zuhause im Betrieb seiner Eltern Johann und Eva Fröschl in Rappottenstein. In die ca. 15 Mitarbeiter zählende Fleischerei kehrte der junge Mann nach dem Meisterkurs zurück und ist als „Allrounder“ von Schlachtung und Produktion über Verarbeitung und Verkauf bis Transport (mit Lkw-Führerschein) tätig. In fünf bis sechs Jahren möchte der Junior den Betrieb übernehmen.

Da wegen der Corona-Pandemie keine zentrale Feier für die Übergabe der Staatspreis- Urkunden möglich war, wurden diese per Post versandt. Nur eine nicht: Schul-Geschäftsführerin Barbara Zinkl überreichte sie bei einem Überraschungsbesuch an Absolventin Katharina Walk in Schongau – und gratulierte ihr stellvertretend für alle 16 Preisträger. Sie hätten Ausdauer und höchste Kompetenz bewiesen, sich in ihrer Meisterprüfung nicht mit sparsamem Einsatz begnügt, sondern sich mit voller Motivation „reingehängt“. Der Staatspreis sei der verdiente Lohn dafür. Als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung gab es für jeden einen Weiterbildungsgutschein im Wert von 150 Euro für Kurse an der 1928 gegründeten Fleischerschule – und für Katharina zudem ein an die Tradition der „Landshuter Hochzeit“ erinnerndes Buchskranzerl. Zinkl lobte die Jungmeisterin als Vorbild in Teamwork, Empathie und Energie, die sich „voller Elan und Hingabe ihren Traum vom Meister erfüllt“ und wie viele ihrer Kollegen schon beeindruckende Karriereschritte gemacht habe. www.fleischerschule-landshut.de

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