Zarte Gartenkresse auf Salat oder Brunnenkresse in einer Frühlingskräutersuppe – der scharf würzige Geschmack macht diese beiden Kräuter so beliebt. Fast jeder mag Kresse und gerade im Frühjahr bringt sie Schwung in die Küche und peppt die Gerichte auf. Ist die Gartenkresse ganzjährig zu kaufen oder einfach auf der Fensterbank selbst zu ziehen, so hat die Brunnenkresse nur im Frühjahr Saison.

Gartenkresse

Gartenkresse kann leicht selbst angebaut werden, da die Pflänzchen sehr schnell keimen und meist bereits nach ein bis zwei Wochen geerntet werden können. Sie stellt keine Ansprüche an den Boden und wird sogar auf feuchtem Küchenkrepp oder Watte gezogen. Wer einmal in der Woche ein kleines Schälchen anbaut oder kauft, hat regelmäßig Gartenkresse für die Küche. Gartenkresse schmeckt mild-würzig und erinnert an Senf oder Rettich. Sie besitzt ähnliche Inhaltsstoffe wie die Brunnenkresse und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Auch die Verwendung in der Küche macht keine großen Unterschiede zwischen den Kressearten. Außer, dass die Gartenkresse in der Regel nicht zerkleinert und gerne als Dekoration für verschiedene Gerichte verwendet wird.

Brunnenkresse

Sie wird auch als Wasserkresse bezeichnet, da sie gerne an Quellen, Bächen und Teichen vorkommt. Sie bevorzugt sauberes, fließendes Wasser und wächst überall auf der Welt. Brunnenkresse kann leicht mit dem Bitteren Schaumkraut verwechselt werden. Die Verwechslung ist aber ungefährlich, da das Bittere Schaumkraut ungiftig ist und ähnlich wie die Brunnenkresse schmeckt und wirkt. In der Küche wird sie gerne frisch in Aufstrichen, zu Eigerichten und Salaten verwendet, leicht gegart in Suppen und Saucen. Zum Trocknen eignet sie sich nicht und die Saison beschränkt sich auf das Frühjahr, da Brunnenkresse nur vor der Blüte verwendet werden sollte. Brunnenkresse schmeckt leicht scharf, würzig-pikant und intensiver als die Gartenkresse. Den Geschmack verdankt sie den Senfölglycosiden, die entzündungshemmend und auch krebsvorbeugend wirken können. Reichlich Vitamin C, A und Vitamine der B-Gruppe, aber auch Jod, Eisen, Kalium, Magnesium und Kalzium machen das Kraut besonders im Frühjahr so wertvoll. Als altbekannte Heilpflanze wirkt sie harntreibend, appetit- und stoffwechselanregend und soll gegen Rheuma helfen. Magenempfindliche Menschen sollten aber nur kleine Mengen Brunnenkresse essen, da die Scharfstoffe magenreizend wirken können.

Kresseklassiker und Neuheiten

Ei und Kresse ist der Klassiker in der Küche. Hartgekochte Eier werden einfach mit gehackter Kresse bestreut und – wer mag – mit Forellenkaviar garniert. Diese beliebte Zubereitung besticht durch ihre Einfachheit und das ist die wahre Stärke der Kresse. Roh verwendet trumpft sie in bodenständigen Rezepten auf. Sie passt zu Käse, Salaten, Gemüse und auch gut zu gebratenem Fleisch oder Fisch. Neuerdings sind verschiedene Kräuter unter dem Namen „Kresse“ erhältlich wie etwa die „Daikon Kresse“. Sie überzeugen durch Farbe und Geschmack, haben aber als „Green leafs“ botanisch nichts mit Kresse zu tun. Oft verstecken sich dahinter Markennamen, die Samen, wie etwa Radieschen- oder Erbsensamen, in kleinen Schälchen ziehen und diese Sprossen als Kresse bezeichnen und verkaufen

 

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