Sonntag - 26.05.2024
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Fleischrarität: Kaninchen

Zu Großmutters Zeiten war es üblich, Kaninchen zu halten. Wer die Möglichkeit hatte, zog einige Tiere groß und freute sich so einige Male im Jahr auf einen schmackhaften Braten. Aber inzwischen ist das „Tier des armen Mannes“ etwas in Vergessenheit geraten und es verschwand immer mehr aus unseren Küchen. Kaninchen kommt nur mehr ganz selten auf den Tisch, und entsprechend schwierig ist es, Kaninchenfleisch mit guter Qualität zu kaufen. Dabei liegt Kaninchenfleisch eigentlich im Trend, denn es ist mager, somit fettarm, und gilt als cholesterinarm.

Gut zu wissen

Das Fleisch ist besonders zart und feinfasrig, von der Farbe hell, weißlich bis rosa. Der Geschmack ist eher mild und erinnert etwas an Hühnchen. In vielen Ländern ist Kaninchen besonders beliebt, vor allem in allen mediterranen Ländern, und kommt als Braten, Eintopf oder als Schmorgericht auf den Tisch. Es lässt sich auf unterschiedliche Arten zubereiten und würzen. Da es fettarm ist, empfehlen sich Varianten mit viel Sauce, oder mit Speck umwickelt, damit das Fleisch nicht austrocknet. Von der Würze her verträgt Kaninchenfleisch beinahe alle Aromen. Es kann herzhaft wie Wild gewürzt werden, mediterran mit Rosmarin und Tomaten, oder auch arabisch mit Curry, Zimt oder Koriander. Kaninchenfleisch hat das ganze Jahr über Saison, doch beim Einkauf sollte auf die Herkunft geachtet werden, denn nicht selten stammt Kaninchenfleisch aus schlechten Haltungsbedingungen, wo die Tiere auf engstem Raum leben. Vor allem der Einsatz von Antibiotika ist immer wieder ein Thema. Heimische Erzeuger, am besten Bio und aus artgerechter Haltung, achten auf Tierwohl und artgerechte Fütterung, was sich positiv auf die Fleischqualität auswirkt.

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Zubereitungstipps

Am besten kauft man ein ganzes Tier beim Fleischer seines Vertrauens und lässt es sich bei Bedarf bereits fachgerecht zerlegen. Der Rücken eignet sich ausgelöst zum Kurzbraten oder in Schnitzel geschnitten zum Panieren, die Keule und der Rücken zum Schmoren. Aus den Kaninchenteilen mit wenig Fleisch lassen sich Suppen und Fonds zubereiten. Kaninchenleber ist eine Delikatesse. Da Kaninchen fettarm ist, empfiehlt sich zartes Anbraten und Schmoren. Ein größeres Kaninchen reicht für drei bis vier Personen als Mahlzeit.

Hase oder Kaninchen

Umgangssprachlich werden beide Begriffe beliebig ausgetauscht und meist spricht man von Hase, wenn man eigentlich Kaninchen meint. Trotz der Verwandtschaft gibt es große Unterschiede. Hasen leben in freier Natur und sind weitaus größer. Sie werden bis zu 6 Kilogramm schwer und es bestehen optische Unterschiede wie Augen und Ohrenlänge im Vergleich zum Kaninchen. Hasenfleisch gilt als Wildfleisch, es ist dunkel und sehr geschmackintensiv. Kaninchen sind kleiner, werden etwa 2 Kilogramm schwer und haben kürzere Ohren. Sie werden meist gezüchtet, aber es gibt natürlich auch Wildkaninchen.

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