Mittwoch - 21.02.2024
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Schön verpackt und nachhaltig

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Besonders in der Weihnachtszeit kommen auch die verschiedensten Verpackungen ganz groß raus: Geschenkpapier, Boxen, Maschen, Schleifen und Co. sind fast so gefragt wie der Inhalt selbst. Natürlich möchte jeder seine Geschenke für die Liebsten hübsch verpacken und natürlich sieht eine schön umwickelte Überraschung unterm Baum auch gleich viel ansprechender aus. Doch genauso wie der Weihnachtsbaum, werden auch die Verpackungen früher oder später weggeschmissen. Wenn es soweit ist, heißt es richtig Müll trennen, doch es lassen sich schon im Vorfeld unnötige Verpackungen vermeiden. Wenn Geschenke dann doch eine hübsche Ummantelung bekommen sollen, dann gibt es auch nachhaltige Varianten – es muss nicht immer Plastik sein.

Verpacken mit Stoff

Haben Sie schonmal was von Furoshiki gehört? Nein? Unter Furoshiki versteht man nicht etwa einen neumodischen Drink oder einen Comic, sondern eine japanische Verpackungsmethode mit einem Tuch. Übersetzt heißt Furoshiki soviel wie „Badetuch“, was auf den ersten Blick nicht viel mit Verpacken zu tun hat. Doch bevor das Furoshiki als hübsche und praktische Verpackung für Flaschen und Co. Verwendung fand, wurde es als eine Art Kulturbeutel verwendet. Denn während der Edo-Zeit (1603–1868) entstand in Japan eine ausgeprägte Badekultur und die Japaner verstauten damals ihre Kleidung in einem Bade-Tuch, also dem Furoshiki. Dass Tücher jedoch schon viel früher als Transport und Verpackungsmittel verwendet wurden, ist sehr wahrscheinlich. Heute wird das Furoshiki für alle möglichen Zwecke genutzt – ob als Geschenkverpackung oder Tasche für den Einkauf. Dabei kommt es auf die richtige Falttechnik und den Knoten an. Denn fast so wie bei nicht richtig geknoteten Krawatten, kann die Stoffverpackung falsch verwendet seltsam aussehen. Es benötigt daher ein bisschen Übung, ein Furoshiki zu falten und zu binden, doch wenn man mal den Dreh raus hat, lässt sich fast alles damit verpacken. Gefertigt werden Furoshiki traditionell aus Chirimen Stoff, der auch als Seidenkrepp bezeichnet wird. Heutzutage sind jedoch auch andere Materialien gängig, sogar recyceltes Plastik wurde schon zu Furoshiki verarbeitet. Die Stofftücher sind quadratisch und in verschiedenen Größen erhältlich – für einen Gegenstand von ca. 20cm Größe wird je nach Falt- und Knottechnik ein Tuch mit einer Größe von 100 x 100cm benötigt. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit kann das Furoshiki natürlich auch anders verwendet werden – als Platzset oder auch als Accessoire.

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Wieso also nicht ein bisschen was von der japanischen Tradition abschauen und Stofftücher für die Verpackung von hofeigenen Produkten verwenden? Die Tücher können dabei mit dem Logo oder individuellen Motiven bedruckt sein. Damit eingepackte Geschenke heben sich bestimmt schon unter dem Weihnachtsbaum von anderen Geschenken hervor. Auch köstliche Kekse oder selbstgemachte Kletzenbrote lassen sich optimal mit dem Stofftuch verpackt verschenken. Anleitungen, wie das Furoshiki gefaltet wird, gibt es im Internet zur Genüge.

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