Kaum ein anderes Getränk hat eine so stark wachsende Fangemeinde wie der Cider. Jedes Jahr steigen die Verkaufszahlen deutlich an, sodass nicht nur namhafte Großerzeuger das prickelnde Getränk herstellen, sondern auch etliche Produzenten von Apfelmosten oder Säften. Cider hat eine lange Tradition, jedoch nicht in Österreich. Bereits die Griechen schätzten das Getränk, aber bisher verbindet man mit Cider vor allem die Länder Frankreich, Deutschland und England. Inzwischen zählt Cider auch in Österreich zu den Getränken, deren Verkaufszahlen am stärksten wachsen.

Cider oder Cidre?

Das moussierende Getränk Cider schmeckt zum Essen perfekt und ist gerade im Sommer sehr beliebt. Das liegt nicht nur am Geschmack, sondern auch am geringen Alkoholgehalt. Das Getränk wird aus verschiedenen Apfelsorten hergestellt, teils wird auch mit Birnen gemischt. Je nach Mischungsverhältnis der Obstsorten wird der Cider herbsäuerlich oder eher süß gekeltert. Nach der Apfelernte wird, wie auch bei anderen Obstweinen, das Obst gewaschen, zerkleinert und gepresst. Der gewonnene Saft wird mit Hefe vergoren. Anschließend wird das Getränk gefiltert oder trüb belassen. Doch was ist nun der Unterschied zwischen Cider und Cidre? Keiner, beides sind sprudelnde Apfelweine. Sie enthalten entweder noch die natürliche Kohlensäure, die durch die Gärung entstanden ist, oder es wird noch Kohlensäure zugesetzt. Der englische Cider und der französische Cidre prickeln also, der deutsche Apfelwein dagegen nicht. In Österreich hat sich eine junge Szene etabliert, die Cider herstellt. So kommt das Getränk nicht nur mehr aus dem Mostviertel, sondern auch aus der Steiermark oder aus den Obstbauregionen in Niederösterreich.

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