Montag - 24.06.2024
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Einladende Läden


Was haben Hofladen und Fachgeschäft gemeinsam? Sind sie gut inszeniert, versprechen sie schon beim Betreten hochqualitativen Genuss.


Die Vorstellung, wie eine Verkaufsfläche gestaltet sein muss, um ansprechend und einladend zu sein, ist wie so vieles andere auch, dem Wandel der Zeit unterworfen. Was vor 20 und mehr Jahren manchmal der Dernier Cri war, ist heute doch aus der Zeit gefallen. Was sich nicht ändert, ist die Erkenntnis, dass sich ein einladendes Ambiente und ein gutes Sortiment im Idealfall gegenseitig ergänzen und fördern. In der Präsentation von Fleisch und Wurstwaren ist die Verkaufstheke der zentrale Anlaufpunkt. Sie ist die Drehscheibe für den Bühnenzauber des aktiven Verkaufs. In ihr soll die Warenpräsentation Blickfang und Anregung zum Gustieren sein, im Idealfall verführt sie den Kunden „ein bissl mehr“ zu kaufen, als vor dem Betreten des Geschäfts intendiert war. Selbst ein schlankes Sortiment bietet bei einer gelungenen Inszenierung einiges an Möglichkeiten bei der Kundschaft Lust auf Mehr zu wecken. Ladenbau und die Einrichtung der Theke gehen dabei Hand in Hand: Auf die Thekenform abgestimmte Schalen und Ablagemöglichkeiten zur Präsentation des gekühlten Sortiments gehören zur Grundausstattung. Schlag- und kratzfeste Kunststoffschalen und Platten in Schwarz und Weiß für Wurst & Co., Aufschnittware, Salate, Aufstriche und vieles mehr haben verkratzte Edelstahlformen und optisch unsägliche Plastikschüsseln aus der Haushaltswarenabteilung abgelöst. Aus der Dramaturgie der Ladenbühne nicht wegzudenken ist die heiße Theke, die ab den frühen Morgenstunden alles für den hungrigen Kunden bereit hält. Hier dampfen duftende Leberkäsvariationen in trauter Eintracht mit tagesaktuellen Braten und Schnitzerln für die Fleischtiger. Immer öfter finden sich aber auch Gerichte ohne Fleisch wie z.B. Gemüsstrudel oder Aufläufe in ihr – damit wird dem Trend zu fleischlosen Gerichten auch im Fachgeschäft Rechnung getragen. Die alte Sturheit, dass es beim Fleischer nur Fleischgerichte gibt und sonst nix, ist nahezu flächendeckend verschwunden – warum sollte man auch eine Möglichkeit Umsatz zu generieren auslassen?

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Fisch und Fleisch

Frischfleisch ist zwar nur mehr für einen kleinen Teil des Umsatzes verantwortlich, auf eine anständige Präsentation ausgewählter Stücke sollte dennoch nicht verzichtet werden. Der Trend geht hier eindeutig in Richtung hochqualitativer und hochpreisiger Ware wie etwa trocken Gereiftes vom Rind aber auch Schwein. Die Reifeschränke lassen sich durchaus auch im Verkaufslokal platzieren, wo sie zum Hingucker werden. Nicht außer Acht zu lassen ist der Verkauf von frischem Fisch aus heimischen Zuchten an ausgesuchten Wochentagen. Dazu gibt es viele und gute Beispiele lokaler Kooperation zwischen Fleischern und Fischzüchtern. Frischer, heimischer Süßwasserfisch (oft in Bio-Qualität!) ist eine echte Alternative zu tiefgekühlt angelieferter Ware aus dem Meer, die aufgrund schwindender Bestände und fragwürdiger Fangmethoden sowieso aus dem Sortiment verbannt werden sollte.

Lichttechnik

Seit die LED-Technik ihren Kinderkrankheiten entwachsen ist, heißt es: Raus mit energiefressenden Leuchtmitteln! Die Vorteile liegen ganz klar auf der Hand: LEDs haben einen hervorragenden Wirkungsgrad, d.h. sie wandeln Strom zu einem unerreicht hohen Anteil in Licht um. Angenehme und steuerbare Lichttemperaturen, die auch für die Präsentation von Fleischund Wurstwaren geeignet sind. Wenig Wärmeabgabe im Verhältnis zur Lichtausbeute – damit auch für die Beleuchtung von Theken geeignet. Durch die kompakte Bauweise lassen sich im Verkaufslokal unterschiedliche Lichtbereiche gut realisieren.

Lokale Spezialitäten

Ob Fleischerfachgeschäft oder Hofladen für die Direktvermarktung – überall dort wo Lebensmittel verkauft werden, beinhalten die Sortimente viele Produkte, die zusammen eine gelungene Mahlzeit ermöglichen. Wie breit und tief dieses Sortiment ist, wird von der örtlichen Versorgungslage und der Kundenstruktur bestimmt. Wenn es eine Erfahrung der letzten Jahrzehnte gibt, dann jene, dass regionale Produkte gute Chancen bieten – also alles, was nicht die Regale des LEH füllt. Die regionale Vermarktung von Produkten wie Eiern, Nudeln und anderen Getreideprodukten, Sauerkonserven, Säften und Wein lockt Kunden aus Bereichen, die jenseits des üblichen Einzugsgebiets liegen.

Brot und Gebäck

Das Geschäft mit Backwaren ist heiß umkämpft, der Druck auf regional oder örtlich operierende Bäcker ist enorm. In jedem Supermarkt und auf praktisch allen größeren Tankstellen werden den ganzen Tag über Brötchen aufgebacken. Die Stärke dieser Ware ist die laufende Verfügbarkeit von Kleingebäck und ofenfrischem Brot. Kunden sind mittlerweile auf diese Art der Produktion und Vermarktung so konditioniert, dass es sich lohnt, über die Anschaffung von Ladenbacköfen zumindest nachzudenken. Diese benötigen nicht mehr Platz als ein Kombidämpfer und sie sind technisch so ausgelegt, dass der Backvorgang über eine Programmsteuerung vollautomatisch abläuft. Anders wären die Abläufe in den Backshops auch gar nicht zu handlen.

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