Mittwoch - 21.02.2024
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Smarte Fleischverarbeitung


Das Produkt Fleisch erfordert Sorgfalt und Präzision bei der Verarbeitung und Produktion.


Automatisierte Lösungen und digitale Verfahren bieten hier Vorteile, zumal qualifizierte Fachkräfte schwer zu finden sind. So stehen die Themen Automatisierung und Digitalisierung ganz oben auf der Agenda der IFFA 2022, die vom 14. bis 19. Mai 2022 die führenden Unternehmen der internationalen Fleisch- und Proteinwirtschaft zusammenbringt. An der Spitze der Innovationspyramide steht die Smart Factory, die intelligente Produktionsstätte, die digitalisiert und vernetzt ist und autonom arbeitet. So kann sie Prozesse effizient und kostengünstig gestalten und die Gesamtanlageneffektivität verbessern – unter Einhaltung der strengen Anforderungen bezüglich Qualität und Lebensmittelsicherheit. Zur Beurteilung der Fleischqualität und Lebensmittelsicherheit werden in Echtzeit Daten erfasst und analysiert, entlang der kompletten Prozesskette. Dies geschieht in erster Linie mit Hilfe von Software, Sensoren und industrieller Bildverarbeitung. Die Technologien, die das möglich machen, werden unter dem Begriff „Künstliche Intelligenz“ (KI) zusammengefasst. KI reduziert Risiken und verspricht mehr Effizienz. In der Fleischindustrie sind die verschiedenen Produktionslinien jedoch häufig noch nicht miteinander vernetzt, der Datenaustausch wird unterbrochen und kann nicht für Prozessoptimierungen genutzt werden. Die gängigsten Systeme zur Steuerung und Kontrolle der Produktion in Echtzeit sind ERP („Enterprise Resource Planning“) und MES („Manufacturing Execution System“). Ihre Funktion umfasst Fertigungsplanung, Ablaufplanung, Maschinendaten- und Betriebsdatenerfassung, Steuerung der Instandhaltung, Qualitätsmanagement und Auftragssteuerung. Durch die kontinuierliche Erfassung und Aufzeichnung der Produktionsdaten erkennen die Systeme sofort, wenn bestimmte Parameter von der Norm abweichen – und dank KI weisen sie dem Problem gleich die zugrunde liegende Ursache zu. Fehlproduktionen können so deutlich reduziert oder ganz vermieden werden. Eine sichere Cloud-Umgebung muss außerdem alle Datenschutzund Sicherheitsbestimmungen gemäß DSGVO erfüllen. Durch den Einsatz von Industrierobotern könnte die Fleischindustrie vom technologischen Fortschritt profitieren, der von der Automobil- und Elektrotechnikindustrie vorangetrieben wird. Der Roboter ist schneller als die Arbeit von Hand, und der Mangel an Arbeitskräften treibt die Entwicklung und den Einsatz von Robotern weiter voran. Roboter können schneiden, verpacken, umhüllen, sortieren, aufnehmen und platzieren. Das „Danish Technological Institute“ forscht an multifunktionalen Roboterarbeitszellen, welche die Linienproduktion ablösen und den ganzen Prozessverlauf revolutionieren könnten. Die Roboterzelle soll selbständig mit Hilfe von KI in verschiedenen Arbeitsschritten Schweinehälften verarbeiten. Verschiedene Produktionen können parallel laufen, wodurch ein starker Produktmix ermöglicht wird, ohne die Einschränkungen einer Linienproduktion. Erste Prototypen der Roboterzellen sollen bis Ende 2022 anwendbar sein. Nur drei Prozent der Roboter werden an die Lebensmittelindustrie verkauft. Somit ist der Automatisierungsgrad, verglichen mit anderen Branchen, immer noch gering. In den Bereichen Kontrolle, Inspektion, Rückverfolgung und Qualitätssicherung sind die gesetzlichen Anforderungen allerdings so hoch, dass sie der Mensch als Kontrollinstanz in der industriellen Produktion nicht mehr zuverlässig erfüllen kann. Deshalb kommen automatische Inspektionssysteme zum Einsatz, um etwa Barcodes oder Produkte auf Fremdkörper hin zu überprüfen. Sie arbeiten schnell, präzise und dauerhaft zuverlässig. Die Inspektionssysteme reichen von einfachen Sensoren bis hin zu intelligenten, also selbst lernenden Kamerasystemen. Mit Fachmessen begleitet die Messe Frankfurt das dynamische Wachstum der globalen Lebensmittelindustrie. www.food-technologies.messefrankfurt.com

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