Freitag - 14.06.2024
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Mehr Professionalität für bäuerliche Selbstbedienungsläden

Wollen die regionale Versorgung stärken (v.l.): LK NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager, Bundesministerin Elisabeth Köstinger, LK Kärnten-Präsident Siegfried Huber.


Selbstbedienungsläden sind eine Form der Direktvermarktung, die Zuspruch in der Gesellschaft gefunden hat, denn das kontaktlose Einkaufen rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche wird sehr geschätzt. Erstmalig wurden nun all die Fragen der Bauern rund um dieses komplexe Thema von den Landwirtschaftskammern Kärnten und Niederösterreich sowie der AMA GENUSS REGION bzw. dem Netzwerk Kulinarik aufgegriffen und systematisch bearbeitet.

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„Viele Selbstbedienungsläden sind Teil der Antwort auf die Frage, wie Nahversorgung am Land aussehen kann. Durch professionelle und digitalisierte Selbstbedienungsläden können auch Synergieeffekte mit dem Tourismus genutzt werden, um zum Beispiel unseren Gästen kulinarische Highlights der jeweiligen Region näher zu bringen“, freut sich Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger über die Initiative.

„Unser Ziel ist es, die Professionalität der bäuerlichen Direktvermarktung in Selbstbedienungsläden weiter zu erhöhen und deren klare Positionierung am Markt zu fördern. Das vorliegende Projekt zeigt, dass die Landwirtschaftskammern und das Netzwerk Kulinarik die Notwendigkeiten aus der Praxis sofort erkannt haben, dieses komplexe Thema aufzuarbeiten“, betont Johannes Schmuckenschlager, Präsident der LK Niederösterreich.

Vorteile für Kunden und Landwirte

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die bäuerliche Direktvermarktung sind eng, trotzdem lohnt es sich bei der Vermarktung in Selbstbedienungsläden diesen Weg als eine Option im Auge zu behalten, weil das nicht zuletzt für Kunden und Landwirte vielfältige Vorteile bieten kann. Bei den umfassenden Vor-Ort-Erhebungen und qualitativen Interviews mit Betreibern wurde die Bandbreite an Fragen erhoben und passende Werkzeuge entwickelt, um diese Fragen beantworten zu können.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

  • Eine umfassende FAQ-Liste beantwortet die häufigsten und wichtigsten Fragen von Betreibern.
  • Der Entscheidungsbaum zeigt auf, ob es im Einzelfall sinnvoller ist, die Direktvermarktung als Landwirt oder im Gewerbe zu betreiben
  • Eine Selbstevaluierung wird mit Hilfe einer Balanced Scorecard dargestellt, um auf einen Blick zu sehen, wo noch Entwicklungspotenzial für das Betreiben des Selbstbedienungsladens besteht.
  • Die Betrachtung der digitalen Lösungen und der zur Auswahl stehenden verschiedenen Funktionen gibt einen wichtigen Überblick über die digitalen Möglichkeiten
  • Um auch die Kundensicht stets im Fokus zu haben, wurde ein „Must have/Nice to have“-Merkblatt erarbeitet, das die Pflichtanforderungen und darüber hinausgehende Optionen darstellt.

Von den erarbeiteten Werkzeugen sollen nicht nur erfahrene Direktvermarkter profitieren, die ihre Vertriebskanäle um das Standbein „Selbstbedienungsladen“ erweitern oder professionalisieren möchten, sondern auch Neueinsteiger in diesem Bereich. Download unter https://www.lko.at/publikationen+2400++2548420

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